Verletzung/ Erkrankung

Unter der distalen Radiusfraktur versteht man einen

Knochenbruch, der maximal drei Zentimeter proximal (näher zum Körper gelegen) /oberhalb des Handgelenks lokalisiert ist.

Ursache

Die distale Radiusfraktur kann durch indirekte und direkte Gewalteinwirkung hervorgerufen werden. Am häufigsten ist die direkte Gewalteinwirkung durch einen Sturz auf die Hand.

Symptome/Arten

Typische Symptome der distalen Radiusfraktur sind:

  • Weichteilschwellung bzw. Hämatom
  • Druckschmerz
  • Bewegungseinschränkung im Handgelenk
  • Fehlstellung nach dorsal (Fourchette-Stellung) und/oder radial (Bajonett-Stellung) bei einer Extensionfraktur
  • Abknickung nach palmar bei einer Flexionsfraktur

 

Diagnostik

Der Unfallhergang sowie die Klinik weist häufig schon auf die Diagnose hin. Im Rahmen der klinischen Untersuchung sollten periphere Durchblutung, Motorik und Sensibilität überprüft werden.

Die Diagnosesicherung erfolgt anhand von Röntgenbildern in zwei Ebenen (p.a. und streng seitlich, wobei das distale Unterarmdrittel komplett abgebildet sein sollte):

Je nach Situation können weitergehende diagnostische Methoden notwendig sein:

  • weitere Röntgenaufnahmen
  • Computertomographie: präoperativ bei komplexer Gelenkfraktur oder Verdacht auf eine Kahnbeinfraktur
  • Magnetresonanztomographie: bei Verdacht auf Läsionen von Bändern oder Knorpel
  • Arthroskopie: bei Verdacht auf eine SL-Bandruptur oder Verletzungen des TFCC-Komplexes

 

Behandlung

Neben einer initialen schmerzadaptierten Schmerzausschaltung sowie einer Hochlagerung und Kühlung der betroffenen Extremität sollte eine Ruhigstellung erfolgen. Nach Diagnosesicherung ergeben sich je nach Situation konservative oder operative Therapiemöglichkeiten.

Konservative Therapie

Primär bei nicht dislozierten stabilen Frakturen sowie sekundär nach geschlossener Reposition bei stabilen Frakturen oder bei Kontraindikationen gegen eine Operation kann im ambulanten Setting eine konservative Therapie erfolgen. Dabei wird unter Fortführung der Schmerzausschaltung und regelmäßigen Verlaufskontrollen eine Ruhigstellung im fixierenden Unterarmverband für 4 bis 6 Wochen empfohlen. Nach ungefähr drei Monaten ist bei unkompliziertem Verlauf mit einer uneingeschränkten Belastbarkeit zu rechnen.

Reposition

Bei allen dislozierten Frakturen, die nicht notfallmäßig operiert werden müssen, sollte frühzeitig eine geschlossene Reposition durchgeführt werden. Dabei sind mehrfache Versuche zu vermeiden, da hierdurch das Risiko für ein komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS) ansteigt. Unter intravenöser Analgesie, Bruchspalt-, Regionalanästhesie oder Kurznarkose erfolgt die Reposition mittels manuellem Zug. Eine Person fixiert den abduzierten Oberarm in 90°-Flexion im Ellenbogengelenk, wobei der Unterarm flach auf der Unterlage liegen soll. Die andere Person reponiert unter Zug an der Hand und mit Daumendruck auf das distale Radiusfragment.

Alternativ kann die Hand für 15 Minuten über Mädchenfänger aufgehangen werden. Anschließend erfolgt eine Reposition durch Daumendruck auf das distale Radiusfragment.

Nach erfolgter Reposition wird ein fixierter Unterarmverband angelegt und eine Röntgenkontrolle durchgeführt. Im Verband sollte optimalerweise eine Handgelenksextension von 20 bis 30° vorliegen. Des Weiteren sollte der Verband palmar bis an die Beugefalte, dorsal bis auf Höhe der Fingergrundgelenke reichen.


Operative Therapie

Eine Operation ist notfallmäßig indiziert bei:

  • offener Fraktur oder Trümmerfraktur
  • massivem Weichteilschaden
  • Kompartmentsyndrom
  • begleitenden Gefäß- oder Nervenverletzungen
  • nicht reponierbarer Fehlstellung

Des Weiteren sollte am Unfall- oder Folgetag bzw. sekundär 5 bis 7 Tage nach einer geschlossenen Reposition eine operative Therapie erfolgen bei:

  • dislozierten intraartikulären Frakturen
  • dislozierten Flexionsfrakturen
  • sekundärer Dislokation bzw. Versagen der konservativen Therapie
  • bei Begleitverletzungen mit Indikation zur Operation, bei Osteoporose oder Patientenwunsch

In der Regel ist hierfür eine stationäre Aufnahme notwendig. Je nach Verfahren erfolgt postoperativ eine Ruhigstellung, z.B. in dorsaler Unterarmgipsschiene.

 

Nachbehandlung

Der erste Verbandswechsel findet am Morgen nach dem Eingriff statt, dann wird eine Dorsale Gipslongette bis zur Nahtentfernung angelegt. Nach 12 Tagen findet die Nahtex statt und ein gipsfrei Röntgen wird zur Kontrolle durchgeführt. Im Zuge dessen wird auf HG-Orthese für weitere 3 Wochen umgestellt.

Eine Physiotherapie sollte ab der 3. Woche aus der Orthese heraus stattfinden.

Nach 5-6 Wochen findet mit eine weitere Röntgenkontrolle und voraussichtlicher Abnahme der Orthese statt.

Die Metallenfernung wird nach 1 Jahr angesetzt.

Genesung

Die Schwere der Fraktur bestimmt die Prognose. Bei einfachen Frakturen ist sie gut, bei komplizierten Frakturen mit ausgeprägter Gelenkbeteiligung kann eine Funktionseinschränkung verbleiben oder sich eine Arthrose entwickeln.

Behandlungsziel

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